Seeweide Kohn GmbH

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Lage

Der Betrieb von Frau Lindemann liegt im Zentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte im Osten des Müritz-Nationalparks zwischen Waren und Neubrandenburg.

Betriebsspiegel

Gesamtfläche 570 ha, davon 80 ha Ackerland, 490 ha Grünland

Rinderhaltung

250 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalft

Auf dem Betrieb von Frau Lindemann kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Nicht Striegeln
  • Ackerwildkraut-Schutzfläche
  • Kleegras Basis
  • 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras
  • Geringer Anteil von Mais
  • GL Basis
  • Keine Düngung
  • Keine N-Düngung
  • Nutzungsruhe 8 Wochen während der Brutzeit im Grünland
  • Heunutzung ab 15.6.
  • Stehenlassen von ca. 5-10% des Aufwuchses
  • Teilflächen mit Spätnutzung
  • Mosaiknutzung im Grünland
  • Kein Knickaufbereiter
  • Umwandlung AL in GL
  • Hecken + Gebüsche
  • Altbäume, alte Totbäume
  • Streuobst, Obstbaumreihen
  • Kopfweiden
  • Amphibiengewässer, Kleingewässer
  • Größere Gewässer
  • Periodische Vernässungen im Acker
  • Ungenutzte Offenflächen
  • Lesesteinhaufen + Steinwälle
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen
  • Vorkommen von gefährdeten Tierarten
  • Vorkommen von gefährdeten Ackerwildkrautarten
  • Hohe Artenvielfalt von Ackerwildkräutern
  • Artenreiches Grünland
  • Nassgrünland

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Der größte Teil des Grünlandes wird nicht gedüngt und nur 2-3mal jährlich genutzt. Nach der ersten Nutzung Ende Mai bis Anfang Juni ist auf vielen Flächen Ruhezeit bis August - dies reicht für eine ungestörte zweite Brutzeit der Wiesenvögel. Bei der ersten Mahd werden in einigen Feuchtbereichen Teilflächen ausgelassen - hier können sich die spät brütenden Braunkehlchen ansiedeln. Einige Bereiche im Feuchtgrünland sind sehr artenreich. Charakteristische Pflanzen sind z.B. Sumpf-Hornklee (Lotus uliginosus) und Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica). Eine Besonderheit ist der Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris), der nur auf nährstoffarmen Feuchtwiesen vorkommt. In den Feuchtwiesen lebt auch der Sumpf-Grashüpfer (Chorthippus montanus) und die Sumpfschrecke (Stethophyma grossum). In den Kleingewässern leben Rotbauchunke und Kammolch. Sie finden im angrenzenden extensiv genutzten Grünland ideale Sommerlebensräume.

Das Grünland nördlich von Penzlin ist auch Jagdgebiet des Schreiadlers. Die Ackerflächen werden nicht gestriegelt und nur wenig gedüngt. Es wird kein Mais angebaut und jahrweise erfolgt der Umbruch nach der Ernte erst ab Mitte August. Durch die schonende Bewirtschaftung haben sich mehrere seltene Ackerwildkräuter ausgebreitet, u.a. der Glänzende Ehrenpreis (Veronica polita), der in Mecklenburg-Vorpommern auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten steht, sowie die Kleine Wolfsmilch (Euphorbia exigua, Rote Liste "stark gefährdet") und der Acker-Rittersporn (Consolida regalis, Rote Liste "gefährdet").

Über den Betrieb

Die von der letzten Eiszeit (Weichsel-Kaltzeit) geformte Landschaft gehört zum Rückland der Mecklenburgischen Seenplatte und liegt unmittelbar nordöstlich der Hauptendmoräne. Sie ist geprägt von stark welligen bis kuppigen Grundmoränen (?) und vielen Seen.
Die Ackerzahlen reichen von 30 bis 60, die mittlere Bodenzahl im Grünland beträgt 30. Das Grünland liegt teilweise in Tälern mit Niedermoorboden, teilweise auf sandig-lehmigen Höhenrücken. Überwiegend ist es dem Frischgrünland zuzuordnen, größere Bereiche sind wechselfeucht, kleinere Teile feucht bis nass.
Die Betriebsflächen nördlich Penzlin gehören größtenteils zum Vogelschutzgebiet "Kuppiges Tollensegebiet zwischen Rosenow und Penzlin". Angrenzend an die Betriebsflächen im Nordwesten liegt das FFH-Gebiet "Kuckssee und Lapitzer See". Südwestlich schließt sich der Müritz-Nationalpark an.

Kontakt

Warener Chaussee 34 / 17217 Penzlin