Biohof Busch

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Betriebsspiegel

Gesamtfläche 133 ha , 76 ha Ackerland, 57 ha Grünland

Mutterkuhbetrieb

20 Mutterkühe + Nachzucht; 1 Deckbulle

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Vogel kommen unterschiedliche Naturschutzleistungen zur Anwendung. Die einzelnen Maßnahmen werden auf Schlagebene oder Teilflächen umgesetzt.

  • Nicht Striegeln
  • Geringe Kulturdichte arme Standorte
  • Kleegras Basis
  • Vielfältige Fruchtfolge
  • Kleinteilige Anbaustruktur < 10ha bzw. < 5ha
  • Hoher Anteil an Sommerungen
  • Grünland Basis
  • Extensive Weide
  • Verzicht auf Walzen und Schleppen
  • Keine Düngung im Grünland
  • Spätnutzung ab 01.07. bzw. 15.07.
  • Fläche der Landschaftselemente
  • Streuobst, Obstbaumreihen
  • Ungenutzte Offenflächen < 0,5 ha
  • Lesesteinhaufen
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen

Besonderheiten in Bezug auf Arten- und Naturschutz

Der Betrieb von Herrn Vogel liegt im Naturpark Dahme-Heideseen. Die extensive Nutzung des Grünlands, der Verzicht auf Walzen und Schleppen auf ca. einem Drittel der Flächen sowie die teilweise späte erste Nutzung nach dem 1. bzw. 15. Juli wirken sich vorteilhaft auf den Artenreichtum von Pflanzen und vielen Tiergruppen wie Insekten und Wiesenvögeln aus. Einige Grünlandschläge weisen eine hohe pflanzliche Artenvielfalt auf. Darunter befinden sich Arten, die nach der Roten Liste auf der Vornwarnstufe stehen, wie die Kuckuckslichtnelke, das Sumpf-Labkraut sowie das Wiesen-Schaumkraut. Auch seltene und nach der Roten Liste als gefährdet eingestufte Pflanzenarten wie das Sumpf-Blutauge, der Sumpf-Dreizack, der Fieberklee und der Flaumhafer sowie das stark gefährdete Steifblättrige Knabenkraut sind auf einigen Flächen vorhanden. Eine aktuelle Kartierung ergab, dass auf einem Schlag insgesamt 46 Pflanzenarten vorhandenen sind, von denen 16 auf der Roten Liste geführt werden. Von dem Blütenreichtum profitieren viele Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge.

Die Ackerflächen weisen eine geringe Bodengüten (Ø 26 Bodenpunkte) auf. Das dadurch bedingte relativ geringe Ertragsniveau sowie der weitgehende Verzicht auf das Striegeln bieten gute Habitatbedingungen für viele Ackerwildkräuter, Feldvögel, Feldhasen und Insekten. Hervorzuheben ist das Vorkommen einiger, in Brandenburg stark gefährdeter Ackerwildkrautarten wie das Kahle Ferkelkraut (Hypochoeris glabra) und der Gezähnte Feldsalat (Valerianella dentata). Eine Besonderheit ist die kleinteilige Anbaustruktur mit zehn Ackerschlägen unter 5 ha, die mit unterschiedlichen Fruchtarten bestellt sind (insgesamt 17 ha). Diese kleinräumige Fruchtartenvielfalt bietet gute Lebensbedingungen sowie Brut- und Nahrungsmöglichkeiten für viele wildlebende Arten.

Kontakt

Biohof Busch / Busch 14 / 15859 Storkow / Görsdorf