Denz, Edwin

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Lage

Der Betrieb liegt im südwestlichen Teil der Schwäbischen Alb nördlich von Tuttlingen. Ein größerer Teil der Wiesen liegt im FFH-Gebiet "Großer Heuberg und Donautal".

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: Gesamtfläche ca. 171 ha, davon 20 ha Ackerland und 151 ha Grünland

Betriebsstruktur: Mastrinder und Milchkühe

Viehbesatz: Ungefähr 160 Jungrinder und 60 Milchkühe

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Edwin Denz werden viele unterschiedliche Naturschutzleistungen erbracht. Die einzelnen Maßnahmen werden auf Teilen der Betriebsflächen umgesetzt.

  • Grünland
  • Grünlandnutzung nach Verbandsrichtlinien und max. 2 Schnittnutzungen plus Beweidung
  • Sehr extensive Weidenutzung an geringproduktiven Standorten
  • Walzen / Schleppen nicht 20.3. bis 31.7.
  • Dauerhafter Verzicht auf Walzen und Schleppen
  • Verzicht auf Düngung
  • Mind. 8 Wochen ohne Bearbeitung vor oder nach der 1. Nutzung
  • Ruhezeit 10 Wochen vor oder nach der 1. Nutzung
  • Stehenlassen von Teilflächen bei der Mahd
  • Nicht arrondierte Schläge <2ha
  • Heunutzung
  • Landschaftselemente
  • Ungenutzte Offenflächen
  • Säume und Feldraine
  • Lesesteinhaufen
  • Offene Räume in Gebäuden für Schwalben, Schleiereulen usw.
  • Ergebnisorientierte Leistungen
  • Artenreiche Ackerflächen
  • Artenreiches Grünland
  • Gefährdete Lebensraumtypen (FFH-Lebensraumtypen)

Besonderheiten in Bezug auf Arten- und Naturschutz

Ein größerer Teil der Wiesen liegt im FFH-Gebiet "Großer Heuberg und Donautal". Ein Teil der Wiesen ist als FFH-Lebensraumtyp "Flachlandmähwiese" kartiert. 6 ha Wiese werden gemäß der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) bewirtschaftet, dort darf erst ab 20.6. gemäht werden und die Düngung ist eingeschränkt (alle 5-6 Jahre einmal Festmist).
Weitere wesentliche Maßnahmen und Leistungen für die Artenvielfalt sind zum Beispiel:

- Im Grünland gibt es auf einem sehr großen Anteil der Flächen eine Ruhezeit ohne Nutzung und ohne Schleppen/Walzen von mindestens 8 Wochen innerhalb der Brutzeit, teilweise sogar von mindestens 10 Wochen.
- Einige Flächen werden überhaupt nicht geschleppt oder gewalzt. Dies ist sehr vorteilhaft für bodenlebende Insekten wie Schmetterlingsraupen.
- Einige Flächen werden nicht gedüngt.
- Auf allen Mähwiesen wird regelmäßig Heu gemacht. Dies fördert die Pflanzenartenvielfalt, da im Prozess des Trocknens die Samen der Kräuter noch reifen und ausfallen können.

Über den Betrieb

Der Betrieb wird seit 1993 ökologisch bewirtschaftet (Mitglied bei Bioland seit 2000). Zurzeit (2018) gehören 20 ha Ackerland und 151 ha Grünland zur Betriebsfläche. Der Betrieb hält Milchkühe und Mastrinder.
Die Böden sind sehr flachgründig mit geringer Humusauflage auf Kalkgestein (Rendzina), haben aufgrund dessen ein schlechtes Wasserhaltevermögen und trocknen vor allem in windexponierten Lagen schnell aus. Im Winter kann über 100 Tage Schnee liegen. Die Betriebsflächen liegen zum Teil weit verstreut und sind häufig sehr kleinflächig. Rund 140 ha werden 2-3schürig als Wiese bewirtschaftet, 15 ha als Weide. Auf jeder Wiese wird üblicherweise einmal pro Jahr Heu geerntet.
Auf den Ackerflächen wird Luzerne-Grasgemenge (3Jahre), Hafer, Sommergerste und Winterroggen angebaut.