LWV Maik Barabas

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Lage

Der Betrieb liegt im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern südwestlich von Greifswald. Der weitaus größte Teil der Betriebsfläche ist Grünland, das als Mähweide genutzt wird. Die Flächen verteilen sich im Raum Behrenhoff – Groß Kiesow.

Betriebsspiegel

227 ha Grünland, 11 ha Ackerland

Mutterkuhhaltung

etwa 180 Mutterkühe plus Jungrinder/Kälber, 3 Bullen

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb werden viele unterschiedliche Naturschutzleistungen erbracht. Die einzelnen Maßnahmen werden auf ausgewählten Flächen bzw. Teilflächen umgesetzt.

  • Grünland
  • • Extensive Wiesen und Weiden
  • • Reduzierte Düngung
  • • Verzicht auf Walzen und Schleppen
  • • Ruhephasen in der Brutzeit im Grünland
  • • Stehenlassen von Teilflächen im Grünland
  • • Heunutzung
  • • Schonende Mahdverfahren
  • Ackerland
  • • Extensive Wiesen und Weiden
  • • Stehenlassen von Teilflächen im LKG
  • • Kleinflächige Anbaustruktur
  • Hofstelle
  • • Ställe und Scheunen als Vogelhabitate
  • Landschaftselemente
  • • Säume und Feldraine
  • • Grabensäume
  • • Stehende Kleingewässer
  • • Lesesteinhaufen/Natursteinmauern
  • Ergebnisorientierte Leistungen
  • • Vorkommen gefährdeter Tierarten

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Die extensive Grünlandnutzung erhält den Lebensraum für viele Arten. Aufgrund der mäßigen Düngung mit Festmist ist der Aufwuchs nicht so üppig und die Pflanzenbestände relativ licht - günstig für Insekten, Feldhasen, Greifvögel und Wiesenvögel. Wichtig für die am Boden brütenden Wiesenvögel ist die zeitlich gestreckte Nutzung mit langen Ruhephasen, in der sie ungestört brüten können. Insgesamt wird auf über 100 ha eine Schonzeit von mindestens 8 Wochen realisiert. Zusätzlich bleiben bei der ersten Mahd im Feuchtgrünland und an Grabenrändern Teilflächen stehen, die erst mit der nachfolgenden Beweidung später im Jahr mitgenutzt werden. Dort brüten seltene Wiesenvögel, die deutschlandweit auf der Roten Liste der gefährdeten Arten stehen: Wiesenpieper und Braunkehlchen. Auch Insekten wie die Sumpfschrecke profitieren davon als Rückzugsraum nach der Mahd. Typische Pflanzenarten der Feuchtwiesen wie die Kuckucks-Lichtnelke haben ausreichend Zeit für die Fruchtbildung.

Die mosaikartige Nutzung der Landschaft und die extensive Beweidung schaffen günstige Nahrungsräume für den Schreiadler, einen sehr seltenen Greifvogel, der im benachbarten Wald brütet.
Bei der Mahd wird kein Mähaufbereiter verwendet, was die Insektenfauna schont. In und an den Ställen am Hof brüten Rauch- und Mehlschwalben.

Über den Betrieb

Der Betrieb liegt im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern südwestlich von Greifswald. Der weitaus größte Teil der Betriebsfläche ist Grünland, das als Mähweide genutzt wird. Die Flächen verteilen sich im Raum Behrenhoff – Groß Kiesow.
Das Grünland wird extensiv genutzt. Im Zeitraum Mai bis Juli werden ungefähr 200 ha Grünland gemäht. Es wird Silage und Heu gemacht, letzteres überwiegend beim zweiten Schnitt. Die Beweidung erfolgt je nach Aufwuchs, meist als zweite Nutzung auf den Flächen. 30 ha der Grünlandflächen liegen in einem größeren Waldstück. Das Grünland wird nur mäßig nach dem letzten Schnitt mit Festmist gedüngt, von Jahr zu Jahr rotierend auf wechselnden Flächen.

Kontakt

LWV Maik Barabas / Ringstraße 42 / 17498 Behrenhoff