Ziele

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Das übergeordnete Ziel des Projektes „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ ist, die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen zu erhalten und zu erhöhen, um so dem dramatischen Rückgang der heimischen Tier- und Pflanzenwelt entgegenzuwirken. Der ökologische Landbau bietet hierfür besonders hohe Potenziale, sodass dessen Leistungen für den Erhalt der Artenvielfalt optimiert und für den Verbraucher transparent gemacht werden.

1. Etablierung eines neuen Naturschutzmoduls
Der WWF Deutschland möchte gemeinsam mit den Partnern ein neues Naturschutzmodul im ökologischen Landbau etablieren. Angestrebt wird langfristig eine breite Einführung und Nutzung des Moduls „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ durch Betriebe des ökologischen Landbaus – je mehr Landwirte mitmachen, desto besser für den Naturschutz.

2. Gesamtbetrieblicher Ansatz
Der gesamte landwirtschaftliche Betrieb ist Lebensraum wildlebender Tiere und Pflanzen.  Wir wollen zeigen, dass durch eine moderne, ökologische Landwirtschaft eine artenreiche und lebendige Landschaft effektiv gefördert wird. Wichtig dabei ist, dass die Wirtschaftlichkeit der Betriebe in Einklang mit den Ansprüchen der wildlebenden Arten steht.

3. Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft
Angestrebt wird eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Naturschützer lernen, die landwirtschaftlichen und ökonomischen  Rahmenbedingungen auf den Betrieben zu verstehen. Landwirte erfahren mehr über die auf ihren Flächen lebenden Arten und was sie zur Förderung dieser Arten tun können. Der zentrale Baustein für diese Zusammenarbeit ist die naturschutzfachliche Beratung bei der die Landwirte und Landwirtinnen darin unterstützt werden, sinnvolle Maßnahmen für die Erhaltung der Arten auf ihren Betrieben umzusetzen.

4. Honorierung der Naturschutzleistungen der landwirtschaftlichen Betriebe
Naturschutzleistungen sind für die landwirtschaftlichen Betriebe mit Kosten verbunden. Sei es durch Ertragsverluste (z.B. durch Lücken in Getreidebeständen), durch Qualitätsverluste beim Futter (z.B. durch verspätete Mahdtermine), durch einen vermehrten zeitlichen Aufwand (Planung und Umsetzung von Maßnahmen) oder aber einen erhöhten materiellen Aufwand (z.B. Einkauf von Saatgut für Ackerwildkraut-Säume). EDEKA unterstützt die Durchführung der Naturschutzmaßnahmen durch die garantierte Abnahme der erzeugten Produkte zu einem höheren Abnahmepreis.

 5. Transparenz für Verbraucher
Das Naturschutzmodul soll transparent und nachvollziehbar sein. Die auf den Betrieben erzeugten Produkte sind am Logo „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ zu erkennen. Die Verbraucher können sich über einen Tracking-Code beim Kauf eines Produktes über dessen Herkunft  informieren und erfahren, welcher Betrieb welche Leistungen für den Naturschutz erbringt und welche Zielarten auf den Betriebsflächen im Fokus stehen. Mit jedem Einkauf der „Landwirtschaft für Artenvielfalt“-Produkte können Verbraucher aktiv die Artenvielfalt fördern und gleichzeitig die Mehrarbeit der Landwirte unterstützen.