Höfer/Krause GbR

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Lage

Der Betrieb bewirtschaftet über 800 ha Extensivgrünland auf der Insel Usedom. Die Flächen werden teilweise mit Mutterkuhherden beweidet, teilweise gemäht und liegen in verschiedenen Teilen der Insel.

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: Gesamtfläche 890 ha, davon 80 ha Ackerland, 810 ha Grünland

Rinderhaltung

460 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • GL Basis
  • Walzen / Schleppen nicht 15.3. bis 31.7.
  • Keine Düngung
  • Ruhezeit 8 Wochen im Zeitraum April bis A Juni (ohne Bearbeitung + Nutzung)
  • Spätnutzung ab 15.7.
  • Stehenlassen von Teilflächen bei der Mahd
  • Teilflächen ohne Nutzung bis 15.7.
  • Mosaiknutzung im Grünland
  • Heunutzung
  • Verzicht auf Mähaufbereiter
  • Umwandlung AL in GL
  • Landschaftselemente: Hecken und Gebüsche, Nassstellen
  • Säume an Grabenrändern
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen
  • Vorkommen von gefährdeten Tierarten
  • Artenreiches Grünland
  • Nassgrünland

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Große Teile der Grünlandflächen auf Niedermoorboden sind im zeitigen Frühjahr feucht und weisen Blänken mit Wasser auf (Foto). Dies sind bevorzugte Brut- und Nahrungsplätze der stark gefährdeten Wiesenvögel Kiebitz und Wiesenpieper sowie der Schafstelze. Wiesenvögel bauen ihr Nest auf dem Boden. Zum Schutz der Bodenbrüter werden ca. 100ha Niedermoorgrünland ab April nicht gewalzt.
Die erste Mahd findet am Mitte Juni statt, auf einigen Flächen noch deutlich später. Dies ermöglicht einen erfolgreichen Brutverlauf von Feldlerche und Wiesenpieper (8-10 Wochen Ruhezeit in der Brutzeit). Außerdem werden bei der Mahd ungemähte Bereiche oder Streifen stehen gelassen - Rückzugsorte für Jungvögel im Frühjahr, für Feldhasen, den seltenen Wachtelkönig und für zahlreiche Insekten wie Heuschrecken. Im Feuchtgrünland sind die ungemähten Streifen im Sommer z.B. für die Sumpfschrecke wichtig.

Die Gräben im Grünland werden teilweise nicht oder nur einseitig gemäht und nicht beräumt. Die Säume an den Grabenufern sind Rückzugsort für viele Insekten und der Lebensraum des Großen Feuerfalters. Die Raupen dieser europaweit geschützten und stark gefährdeten Tagfalterart leben an den Blättern des Flußampfers, der sehr zahlreich entlang der Gräben mit hohem Wasserstand wächst. Die Raupen überwintern auch am Grabenrand. Die Fundorte liegen im Schäfermoor und bei Gothen.

Kontakt

Am Mühlenberg 1 / 17429 Pudagla