Karl Matthes

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Lage

Der Betrieb liegt in der Umgebung von Rostock. Teile in der Rostocker Heide gehören zum Ostseeküstenland, die Flächen bei Fresendorf zum Rückland der Mecklenburgischen Seeplatte.

Betriebsspiegel

Gesamtfläche 1.033 ha, davon 187 ha Ackerland, 846 ha Grünland

Rinderhaltung, Landschaftspflege

550 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Matthes kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Kleegras Basis
  • 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit (April bis E Juli) im Kleegras
  • GL Basis
  • Extensive Weide im trockenen Grünland
  • Walzen / Schleppen nicht 10.4. bis 31.7.
  • Walzen / Schleppen nicht 15.3. bis 31.7.
  • Keine N-Düngung
  • Ruhezeit 8 Wochen im Zeitraum April bis A Juni (ohne Bearbeitung + Nutzung)
  • Ruhezeit 10 Wochen April bis A Juni
  • Spätnutzung ab 15.7.
  • Teilflächen ohne Nutzung bis 15.7.
  • Heunutzung
  • Verzicht auf Mähaufbereiter
  • Umwandlung AL in GL
  • Hecken + Gebüsche
  • Amphibiengewässer, Kleingewässer
  • Säume an Grabenrändern
  • Lesesteinhaufen + Steinwälle
  • Nisthilfen für Großvögel u. Quartierhilfen für Fledermäuse
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen
  • Artenreiches Grünland
  • Nassgrünland

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Die Betriebsflächen sind sehr vielgestaltig. Die Weiden bei Fresendorf sind bekannt für ihren Artenreichtum in Bezug auf Pflanzen der Trockenrasen sowie für die feuchten Orchideenwiesen. Dort erfolgt eine Nutzung, die speziell an die Erfordernisse der Pflanzengemeinschaften angepasst ist. In der Regel werden z.B. die Orchideenwiesen erst nach der Blütezeit im Juli beweidet. Typische Arten auf den Trockenrasen sind die Gold-Distel (Carlina vulgaris) und die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa).
Die Flächen in der Rostocker Heide gehören teilweise zum FFH-Gebiet "Wälder und Moore der Rostocker Heide".

In nassen Jahren sind die Flächen im Frühjahr überflutet und beliebte Nahrungsplätze für Arten wie Kranich und Wiesenpieper. Ein großer Teil der Grünlandflächen wird im April nicht mehr gewalzt oder geschleppt - damit können Wiesenvögel ungestört brüten. Auf ca. 300ha besteht in der Brutzeit eine Ruhezeit von mindestens 8 Wochen, so dass Wiesenvögel ihre Brut ungestört aufziehen können. Das gesamt Grünland wird nicht mit Stickstoff-haltigem Dünger gedüngt, so dass die hohe Pflanzenartenvielfalt erhalten bleibt.

Kontakt

Wachterstraße 3 / 18119 Rostock-Warnemünde