Rinderzuchtbetrieb G. Marth

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Betriebsspiegel

Gesamtfläche 793 ha, davon 293 ha Ackerland, 475 ha Grünland

Rinderhaltung, Marktfruchtbetrieb

250 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Marth kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Nicht Striegeln
  • Späte Stoppel-bearbeitung im Spätsommer
  • Eingeschränktes Pflügen
  • Kleegras Basis
  • 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras
  • Mosaiknutzung schlagübergreifend (Kleegras)
  • Geringer Anteil von Mais
  • GL Basis
  • Keine Düngung
  • Heunutzung ab 15.6.
  • Spätnutzung ab 15.7.
  • Überjährig ungenutzte Streifen
  • Streifen mit Spätnutzung
  • Kein Knickaufbereiter
  • Hecken + Gebüsche: Bestand
  • Hecken + Gebüsche: gepflegter Bestand
  • Streuobst, Obstbaumreihen
  • Kopfweiden
  • Alleen + Baumreihen
  • Feldgehölze und Baumhecken
  • Altbäume, alte Totbäume
  • Amphibiengewässer, Kleingewässer
  • Größere Gewässer
  • Amphibienstreifen in LKG + Grünland
  • Amphibienstreifen im Acker
  • Periodische Vernässungen im Acker
  • Säume auf besseren Standorten
  • Ungenutzte Offenflächen

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Die Grünlandbewirtschaftung auf dem Betrieb von Gottfried Marth ermöglicht eine hohe Artenvielfalt von Wiesenvögeln. Die Weideflächen sind sehr beliebte Nistplätze des Braunkehlchens. Die Weidezaunpfähle dienen als Ansitzwarten bei der Insektenjagd und das Nahrungsangebot ist in der Umgebung der Mutterkuh-Herden immer sehr reichlich. Damit die Vögel ihre Brut erfolgreich abschließen können, werden Streifen oder Teiflächen entlang von Gräben und Zäunen während der Brutzeit von Mahd oder Beweidung ausgespart.
Viele Grünlandflächen werden nicht gedüngt, erst spät im Jahr gemäht und während der Brutzeit nicht gewalzt. Dies ist ideal für den Wiesenpieper, eine deutschlandweit stark zurückgehende Wiesenvogelart. Er benötigt offene Bodenflächen und lichte Vegetation zur Nahrungssuche auf dem Boden. Diese Flächen entstehen besonders nach winterlichen Überflutungen, weil dann die Vegetation nur langsam nachwächst.
Im Grünland und auf Ackerflächen liegen mehrere Kleingewässer, in denen u.a. die europaweit geschützte Rotbauchunke vorkommt. In der Umgebung der Unkenvorkommen befinden sich Randstreifen mit Gehölzen oder extensiv gepflegte Grünlandstreifen, wo die Unken bei Ausflügen an Land nach Nahrung suchen und nach der Laichzeit den Sommer verbringen können.
In den Getreidekulturen kommt u.a. der gefährdete Acker-Rittersporn vor.

Kontakt

Kastanienallee 13 / 17179 Walkendorf