Datze Naturrind und Landschaftspflege GbR

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Lage

Der Betrieb liegt im Rückland der Mecklenburgischen Seenplatte im Oberen Tollenseegebiet. Die Betriebsflächen verteilen sich über mehrere Teilbereiche bei Neubrandenburg und Friedland, vorwiegend im Datzetal.

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: Gesamtfläche 585 ha, 78 ha Ackerland, 498 ha Grünland

Rinderhaltung

Ca. 653 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Witte und Herrn Palleit kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Nicht Striegeln
  • Stoppelbearbeitung nach 15.8. auf Schlägen ohne Kleegras-Untersaaten
  • Kleegras Basis
  • Vielfältige Fruchtfolge I
  • GL Basis
  • Schleppen: nicht vom 20.03. bis zum 31.05. und Walzen nicht vom 20.03. bis zum 20.06.
  • Keine Düngung
  • Ruhezeit 8 Wochen im Zeitraum April bis Juni
  • Stehenlassen von Teilflächen
  • Überjährige Streifen
  • Mosaiknutzung im Grünland
  • Heunutzung
  • Hochschnitt kleinflächig in sensiblen Bereichen
  • Verzicht auf Mähaufbereiter
  • Fläche der Landschaftselemente
  • Streuobst, Obstbaumreihen
  • Kopfweiden
  • Amphibiengewässer, Kleingewässer
  • Säume an Grabenrändern
  • Lesesteinhaufen + Steinwälle
  • Nisthilfen für Großvögel u. Quartierhilfen für Fledermäuse
  • Nisthilfen für Kleinvögel und Insekten
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen
  • Vorkommen von gefährdeten Tierarten
  • Vorkommen von gefährdeten Ackerwildkrautarten
  • Hohe Artenvielfalt von Ackerwildkräutern
  • Artenreiches Grünland
  • Nassgrünland

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Natur

Ein großer Teil des Grünlandes ist im zeitigen Frühjahr noch feucht und wird im Rahmen von Agrarumweltprogrammen sehr extensiv bewirtschaftet. Die Mahd findet dort erst ab Mitte Juni statt, so dass gefährdete Arten wie der Wiesenpieper ausreichend Zeit für die Aufzucht ihrer Brut haben. Bei Untersuchungen auf den Betriebsflächen bei Neubrandenburg wurden mindestens drei Brutpaare festgestellt, die bis Anfang Juni ihre Jungen großziehen. An den Rändern des Grünlandes sind auch die gefährdeten Braunkehlchen verbreitet. Sie brüten in der Nähe von ungemähten Säumen oder an Grabenrändern und nutzen gerne die Zaunpfähle der Weiden als Ansitzwarten bei der Insektenjagd.

Beim Freimähen der Zäune wird darauf geachtet, im Bereich von Vorkommen dieser Art kleinflächig hoch zu mähen oder Bereiche auszusparen. Auch im übrigen Grünland bleiben bei der ersten Mahd Teilflächen stehen, sie dienen als Rückszugsraum für Insekten und Wiesenbrüter. Das Walzen und Schleppen wird spätestens Anfang April, wenn die Brutzeit anfängt, auf allen Flächen beendet.
Der größte Teil des Grünlandes wird nicht gedüngt. In einigen Bereichen haben sich sehr artenreiche Feuchtgrünlandgesellschaften erhalten mit hohem Anteil von Seggen. Dort wachsen z.B. das Nordische Labkraut, die Hirsensegge, die Kuckucks-Lichtnelke oder die Wald-Simse.

Kontakt

Salower Weg 8 / 17099 Datze OT Pleetz