Agrar- und Handels GmbH Wokuhl, Frau Dörband

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Lage

Die Betriebsflächen liegen im Südwesten des Naturparks Feldberger Seenlandschaft (http://www.naturpark-feldberger-seenlandschaft.de/). Im Norden grenzt der Müritz-Nationalparks an. Teile der Betriebsflächen im Süden gehören zum FFH-Gebiet "Sandergebiet südlich Serrahn".

Betriebsspiegel

Gesamtfläche 798 ha, davon 393 ha Ackerland und 388 ha Grünland

Rinderhaltung

343 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Nicht Striegeln
  • Überwinternde Stoppelbrache
  • Geringe Kulturdichte
  • Anbau von Kleegras
  • 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras
  • Vielfältige Fruchtfolge
  • Grünland Basis
  • Walzen / Schleppen nicht 10.4. bis 31.7.
  • Keine Düngung
  • Nutzungsruhe 8 Wochen während der Brutzeit im Grünland
  • Nutzungsruhe 10 Wochen während der Brutzeit im Grünland
  • Spätnutzung ab 15.7.
  • Stehenlassen von ca. 10% des Aufwuchses bei jeder Nutzung
  • Überjährig ungenutzte Streifen
  • Teilflächen mit Spätnutzung
  • Kein Knickaufbereiter
  • Sonstige Leistungen: Pflege einer Moorwiese
  • Hecken und Gebüsche: Bestand und Pflege
  • Feldgehölze und BaumheckenKopfweiden
  • Amphibiengewässer, Kleingewässer
  • Amphibienstreifen in KG + Grünland
  • Periodische Vernässungen im Acker
  • Säume an Grabenrändern
  • Ungenutzte Offenflächen
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen

Besonderheiten in Bezug auf Arten- und Naturschutz

Wesentlich für die insgesamt sehr hohe Artenvielfalt auf dem Betrieb ist, dass große Teile der Flächen nicht gedüngt werden. Dies betrifft nicht nur das gesamte Grünland, sondern auch Teile der sandigen Ackerflächen, auf denen Grasmischungen angesät sind. Dort können sich in den lückigen Beständen auch viele Wildpflanzen ansiedeln, z.B. Arten der Trockenrasen wie Sandglöckchen und Sand-Strohblume. Auf Extremstandorten kommt das Silbergras vor, eine typische Art von Binnendünen. Hier lebt auf den kargen Böden z.B. die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens). Auf den sandigen Ackergrasflächen findet meist nur eine einzige Nutzung zur Futtergewinnung statt. Blütenreiche Flächen mit geringem Aufwuchs werden bei der Mahd ausgespart. Die geringe Nutzungsintensität ist optimal für Insekten und für die Heidelerche, die in der Nähe von Waldrändern auf dem Boden brütet und dort auch ihre Nahrung sucht.

Die meisten Flächen im Niedermoor werden nach den Richtlinien der naturschutzgerechten Grünlandbewirtschaft (Agrarumweltprogramm von Mecklenburg-Vorpommern) genutzt. Das bedeutet u.a., dass eine Nutzung erst nach 1.Juni oder nach 1.Juli stattfindet. Auf eine Bodenpflege (Schleppen oder Walzen) wird in der Brutzeit (April bis Juli) vollständig verzichtet. Dadurch haben Wiesenvögel wie z.B. der Wiesenpieper genügend Zeit für eine erfolgreiche Brut. Eine charakteristische Pflanzenart der Feuchtwiesen ist z.B. die Kuckucks-Lichtnelke. Auch die Sumpfschrecke ist verbreitet. Einige Grabenränder werden nur einseitig gepflegt - dorthin können sich Heuschrecken und andere Insekten bei der Mahd auf der Fläche zurückziehen.
Als besonderes Kleinod pflegt der Betrieb eine kleine Moorwiese bei Dabelow. Die nasse Seggenwiese gehört zum seltenen und europaweit geschützten Lebensraumtyp der "kalkreichen Niedermoore" (LRT 7230). Hier wächst in großen Mengen das in Mecklenburg-Vorpommern stark gefährdete Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) und weitere seltene Arten wie der Fieberklee (Menyanthes trifoliata).

Über den Betrieb

Kontakt

17237 Wokuhl-Dabelow OT Grammertin