LDL-Landwirtschafts GmbH Domäne Löpten, Herr Kurth

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Lage

Die Flächen des Betriebes von Herrn Kurth befinden sich zum größten Teil im Naturpark Dahme-Heideseen in einer herrlichen Endmoränenlandschaft, südlich von Berlin.

Betriebsspiegel

Gesamtfläche 360 ha, 63 ha Ackerland, 297 ha Grünland

Rinderhaltung, Schafhaltung

222 Rinder, 749 Schafe

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf den Betrieben von Herrn Kurth werden sehr unterschiedliche Naturschutzleistungen erbracht. Einzelne Maßnahmen werden auf den gesamten Schlägen sowie auf Teilflächen umgesetzt.

  • Nicht Striegeln
  • Stoppelbearbeitung nach dem 15.8.
  • Geringe Kulturdichte
  • Kleegras Basis
  • 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras
  • Anbau alter Sorten
  • Vielfältige Fruchtfolge
  • Grünland Basis
  • Walzen / Schleppen nicht 15.3. bis 31.7.
  • Keine Düngung
  • Heunutzung ab 15.6.
  • Nutzungsruhe 10 Wochen während der Brutzeit im Grünland
  • Mosaiknutzung
  • Kein Knickaufbereiter
  • Nassgrünland
  • Hecken + Gebüsche
  • Feldgehölze + Baumhecken
  • Vorkommen von Tierarten der Priorität 1 und 2
  • Grünland Typ I -- müsste noch überprüft werden bzw. Untersuchungen des Naturparkes erfragen (ksb)
  • Artenreiches Grünland

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturschutz

Die Flächen beider Betriebe von Herrn Kurth befinden sich zum größten Teil im Naturpark Dahme-Heideseen, südlich von Berlin. Mit dem Naturpark besteht schon sehr lange eine enge Kooperation. Gut 150 ha Grünland liegen in FFH-Gebieten. Der überwiegende Anteil der Grünlandflächen, der zum Teil durch hohe Grundwasserstände geprägt ist, wird mit Mutterkühen und Schafen beweidet. Rund 30 % des Grünlands, das weiter entfernt vom Betrieb liegt, wird nur gemäht. Auf ca. 100 ha erfolgt eine späte Nutzung ab 1. Juli, was sich günstig auf die Bodenbrüter auswirkt. Außerdem können dadurch auf den zum Teil sehr armen Standorten seltene Grünlandarten zur Blüte kommen, ausreichend Samen reproduzieren und Nahrung für Insekten bieten. Auf dem gesamten Grünland erfolgt ab dem 15. März keine mechanische Pflege (Walzen oder Schleppen), was ebenfalls positiv für bodenbrütende Vögel ist. Auf einigen Moorstandorten weiden Moorschnucken, die bestens für die Nutzung von Moor- und Feuchtgebieten geeignet sind, da u.a. Seggen, Pfeifengras, Pilze und andere krautige Pflanzen auf ihrem Speiseplan stehen.

Auf den Ackerflächen wird eine Vielzahl unterschiedlicher Fruchtart (insgesamt 18) angebaut: diverse Getreidearten und Körnerleguminosen (Körnerleguminosen sind Stickstoffsammelnde Pflanzen wie Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen), Kleegras, sowie u.a. Buchweizen und Kartoffeln. Aufgrund der geringen Bodengüten liegen die Erträge bei Getreide und Körnerleguminosen auf den meisten Flächen zwischen 15 und 20 dt/ha. Da außerdem in diesen Fruchtarten auf eine mechanische Unkrautregulierung verzichtet wird, bieten sie günstige Habitatbedingungen für viele Ackerwildkräuter, wie den Feldrittersporn, die Kornblume und den Erdrauch. Gleichzeitig bieten sie Nahrung für Feldvögel, Feldhasen und Insekten. Ein Teil des Feldfutters wird, ähnlich wie das Grünland, erst spät gemäht (nach dem 1. bzw. 15. Juli), so dass auch hier bodenbrütende Feldvögel ihre Bruten erfolgreich abschließen können.

Kontakt

Eichenweg 34 / 15746 Groß-Köris