A 8 Acht Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras

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A 8 8 Wochen Ruhephase während der Brutzeit im Kleegras

Feldvögel wie die Feldlerche benötigen zwischen zwei Nutzungen einen störungsfreien Zeitraum von ca. 7–8 Wochen für einen vollständigen Brutzyklus mit Revierbildung, Nestbau, Aufzucht und Flüggewerden der Jungtiere.

Was ist zu tun?

  • Zwischen Mitte April bis Ende Juli mindestens einmal 8 Wochen keine Nutzung oder Bearbeitung; die Ruhezeit kann entweder durch späten Nutzungstermin oder durch frühe 1. Nutzung im Mai mit anschließender Ruhephase erreicht werden
  • Kein Walzen oder Schleppen in dieser Zeit; eine Bodenbearbeitung kann z.B. unmittelbar nach einer Winterbeweidung durchgeführt werden, wenn die Vegetation noch kurz ist und somit für die Nestanlage von Feldvögeln noch nicht geeignet

Insbesondere für Feldlerchen sollte die Maßnahme auf möglichst großflächigen, baumarmen Ackerflächen umgesetzt werden (Entfernung
von Wald >100m).

Alternative: 6-wöchige Nutzungspause nach dem ersten Schnitt, wenn dabei ein Hochschnitt (mind. 12 cm) erfolgte (A 9). Die Vögel können dann früher ihre Nester bauen und sind früher mit der Brut fertig.

Sinnvolle Kombinationen: Hochschnitt (A 9)


Wesentliche Ziele und Wirkungen auf die Artenvielfalt:

  • Erhöhter Bruterfolg von Feldvögeln wie Feldlerche, Wachtel, Grauammer und anderer Bodenbrüter; bei Ruhezeit bis Anfang Juni wird die Erstbrut geschützt, bei Ruhezeit ab Juni die Zweitbrut
  • Innerhalb von mind. 8 Wochen können die Vögel eine erfolgreiche Brut aufziehen; die eigentliche Brutdauer ist zwar kürzer, aber der Nestbau erfolgt erst ab einer bestimmten Vegetationshöhe
  • Größeres Blühangebot für Bienen, Tagfalter und andere Insekten
  • Die verlängerte Ruhephase verringert die Verluste von Junghasen

Achtung: Auf Schlägen mit Vorkommen von Amphibien können sich verzögerte Nutzungsintervalle negativ auswirken, wenn dadurch die zweite Mahd in den Juli fällt (Zeitraum der Abwanderung von Jungtieren aus den Laichgewässern).

Welche Zielarten profitieren am meisten?

  • Feldvögel
  • Feldhase
  • Insekten

Geeignete Standorte:

  • arme bis mittlere Böden
  • ja nach Region mind. 5-10 ha baumarme Ackerfläche
  • nicht in der Nähe von Wald oder Baumreihen
  • eingeschränkt an Standorten, die für Amphibien relevant sind

Wertung

  • Gesamtschlag oder Teilfläche