G 3 Walzen/Schleppen

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G 3.1 Walzen / Schleppen nicht vom 10.4. bis 31.7.

Walzen und Schleppen dient der Grünlandpflege. Der Verzicht auf diese Bearbeitungen im Frühjahr schont Vogelnester und Amphibien.

Was ist zu tun?

  • Verzicht auf Walzen und Schleppen (generell oder in der Brutzeit)
  • Im Vergleich zu den üblichen Agrarumweltprogrammen ist hier Anfang April noch Bodenbearbeitung möglich; frühe Nester können dabei zwar zerstört werden, aber die Verluste sind in der Regel gering und die Vögel können dann noch einmal neue Nester anlegen

Der Kiebitz legt sein Nest gerne in der Nähe von Nassstellen an, besonders dort ist deshalb auch das Aussparen von Teilflächen sinnvoll.

Problematik: Im feuchten Niedermoorgrünland ist durch die späte Befahrbarkeit häufig erst eine Pflege Ende April oder gar im Mai möglich. Gerade diese Flächen sind aber für Wiesenbrüter wertvoll. Ein Kompromiss besteht darin, pro Jahr nur 50% zu walzen/schleppen.

Sinnvolle Kombination: Nutzungsruhe in der Brutzeit (G5)


Wesentliche Ziele und Wirkungen auf die Artenvielfalt:

  • Schont die Nester von Bodenbrütern wie Feldlerche, Wiesenpieper, Kiebitz und anderern Wiesenvögel
  • Schutz von Amphibien
  • Schutz von bodenlebenden Insekten wie Heuschrecken und Tagfalterraupen; auch im Sommer und Herbst außerhalb der Brutzeit von Vögeln relevant

Welche Zielarten profitieren am meisten?

  • Wiesenvögel
  • Amphibien
  • Insekten

Geeignete Standorte:

  • gesamtes Grünland

Auch auf Teilschlägen oder an Zaunrändern sinnvoll, wenn Teile des Schlages spät gepflegt werden

Wertung

  • gesamte Schlagfläche oder Teilfläche

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