Kai-Uwe Flöthmann

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Lage

Der Betrieb von Familie Flöthmann befindet sich in Vorpommern zwischen Demmin und dem Kummerower See.

Betriebsspiegel

66 ha, 54 ha Grünland und 12 ha Ackerland

Schweinehaltung, Rinderhaltung

560 Schweine, 19 Rinder

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Flöthmann kommen folgende Naturschutzleistungen zur Anwendung:
Die einzelnen Maßnahmen umfassen Teilflächen auf dem Betrieb.

  • Kleegras Basis
  • 8 Wochen Ruhepause während der Brutzeit im Kleegras
  • Geringer Anteil Mais
  • Kleinteilige Anbaustruktur
  • Grünland Basis
  • Walzen / Schleppen nicht 10.4. bis 31.7.
  • Keine Düngung
  • Heunutzung ab 15.6.
  • Spätnutzung ab 15.7.
  • Überjährig ungenutzte Streifen
  • Hecken + Gebüsche mit optimaler Struktur
  • Feldgehölze und Baumhecken
  • Lesesteinhaufen + Steinwälle
  • Vogelhabitate in Ställen und Scheunen

Besonderheiten in Bezug auf Arten und Naturzschutz

Die Heumahdflächen des Betriebes werden zur Zeit noch ohne Naturschutzauflagen bewirtschaftet. Auf der Größten dieser Flächen, lässt der Betrieb in Zukunft überjährig ungenutzte Streifen entlang der Grabenkanten stehen. Diese bieten Strukturvielfalt und dienen dem Braunkehlchen als Brutplatz. Außerdem soll auf diesen Flächen fortan auf eine mechanische Grünlandpflege im Frühjahr als auch eine Düngung verzichtet werden.
Neben diesen Mahdflächen bewirtschaftet der Betrieb eine größere extensive Weide, auf der die Mutterkühe des Betriebes grasen. Das besondere an dieser Fläche ist Hinterlassenschaft der glazialen Serie (letzte Eiszeit), nämlich ein sogenannter Oser. Dies ist eine wallförmige Aufschüttung von Schmelzwassersanden. Aufgrund des Untergrundes (Sand) hat sich in Kombination mit der extensiven Beweidung eine sehr artenreiche Trockenrasenvegetation ausgebildet, welche durch die extensive Beweidung erhalten wird.

Des Weiteren verfügt der Betrieb über Ackerflächen, welche im Naturschutzgebiet Peenetal liegen. Diese liegen derzeit noch brach und können nicht als Heumahdflächen genutzt werden, da sich hier das Jakobskreuzkraut stark ausgebreitet hat. Dabei handelt es sich um eine Giftpflanze, welche sich in lückigen Grasbeständen etablieren kann. Um der Sache wieder Herr zu werden, wird der Betrieb an diesem Standort Knaulgras als Ackergras etablieren. Um jedoch den naturschutzfachlichen Wert der Flächen erhalten zu können, wird in der Brutzeit eine Nutzungsruhe von 8 Wochen eingehalten werden.

Über den Betrieb

Der Betrieb von Familie Flöthmann befindet sich in Vorpommern zwischen Demmin und dem Kummerower See. Diese Gegend ist gekennzeichnet durch sehr großflächige Schlagstrukturen. In jüngster Vergangenheit ist die Flächenkonkurrenz in diesem Gebiet merklich gestiegen. Familie Flöthmann hat sich daher darauf spezialisiert, kleine Flächen mit schwierigen Bewirtschaftungsverhältnissen zu akquirieren. So sind die Flächen teilweise nicht zur Mahd geeignet, da sie zu steil oder zu steinig sind. Derartige Flächen fallen aus dem Raster einer konventionellen Nutzung im Stile einer Agrargenossenschaft.
Neben dem eigentlichen Schwerpunkt des Betriebes, der Schweinemast, wurde in den letzten Jahren eine Mutterkuhherde aufgebaut. Diese will der Betrieb noch gerne erweitern, um somit noch weitere Naturschutzflächen als Weideland nutzen zu können.
Bei den Ackerflächen des Betriebes handelt es sich um sogenannte Grenzertragsstandorte, da der Boden extrem sandig und somit unfruchtbar ist. Der Betrieb ist bestrebt den Humusgehalt dieser Flächen zu erhöhen. Dazu dient die Ansaat von Ackergras, auf dem die im Betrieb anfallenden Nährstofffrachten aus der Schweinehaltung gut verwertet werden können. Perspektivisch soll auf diesen Flächen eine Bodenfruchtbarkeit durch den Einsatz von organischen Düngern und dem Anbau von Ackergras erreicht werden, die den Anbau von Futtergetreide wie etwa Roggen zulässt. Zur Zeit sind diese Böden einfach noch zu unfruchtbar.
Durch die Verwertung von „Restflächen“ hat der Betrieb sich weitere Nischen für ein betriebliches Wachstum erschlossen. Deshalb soll in Zukunft auch die Mutterkuhhaltung ausgebaut werden, um weitere Flächen verwerten zu können. Durch die Kombination aus Ackerfutter und der Verwertung der Wirtschaftsdünger aus der Schweinemast soll der Anteil an selbst erzeugtem Futter durch den Anbau von Futtergetreide gesteigert werden um somit Nährstoffkreisläufe schließen zu können.

Kontakt

Bornitz 1 / 17111 Verchen