L 12 Ställe und Scheunen

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L 12 Vogelhabitate in Ställen und Scheunen

Die fehlende Zugänglichkeit moderner Stallanlagen gilt als eine wesentliche Ursache für den Rückgang von Rauchschwalben. Für diese Kulturfolger sind nicht nur die dortigen Nistmöglichkeiten wichtig, sondern auch das Nahrungsangebot bei Schlechtwetter.

Was ist zu tun?

  • Ställe und Scheunen mit Einflugöffnungen für Schwalben und Eulen

Empfehlung: Anbringen zusätzlicher Nisthilfen für Schwalben oder Schleiereulen (L 11); wenn Innenräume durch Schleiereulen nicht verschmutzt werden sollen, können spezielle Nistkästen auch direkt hinter der Einflugöffnung angebracht werden (L 11.1).

Sinnvolle Kombination: Nisthilfen für Schleiereulen (L 11.1) und Schwalben (L 11.2)


Wesentliche Ziele und Wirkungen auf die Artenvielfalt:

  • Ställe (vor allem mit Rindern) sind wichtiges Nist- und Nahrungshabitat für Schwalben (Rauchschwalbe in der Regel im Innenbereich, Mehlschwalbe an Außenwänden)
  • Während Schlechtwetterperioden finden Schwalben an und in den Ställen reichlich Insekten; dies ist vor allem für die Rauchschwalbe wichtig
  • Die Schleiereule nutzt Scheunen mit Einflugöffnung nicht nur als Nistraum, sondern auch als Tagesversteck und als Jagdhabitat im Winter bei Schnee

Für die Schleiereule ist die Kombination aus Nistmöglichkeit und nahegelegenem mäusereichen Jagdgebiet wichtig. Sie profitiert deshalb auch von Maßnahmen im Ackerbau (z. B. Stoppelfelder über Winter, Kleegrasanbau) und Grünland (z. B. Mosaiknutzung, mäusereiche Weideflächen).

Welche Zielarten profitieren am meisten?

  • Schwalben
  • Schleiereule

Geeignete Standorte:

  • Hofstelle
  • Gebäude

Wertung

  • Pro Gebäude, das von einer Zielart als Nahrungs- oder Bruthabitat genutzt wird
  • Das Anbringen von Nisthilfen (L 11) wird zusätzlich gewertet

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