Frey, Lorenz

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Lage

Der Betrieb liegt im mittleren Teil der westlichen Oberen Gäue (Heckengäu) zwischen den Randplatten des Schwarzwaldes im Westen und dem Neckartal im Osten. Landschaftsbestimmend sind wellig-kuppige Hochflächen und flachmuldige Trockentäler.

Betriebsspiegel

Betriebsfläche: Gesamtfläche ca. 73 ha, davon 45 ha Ackerland und 28 ha Grünland

Betriebsstruktur: Rinderhaltung (Mastrinder), Schweinehaltung

Maßnahmen für die Artenvielfalt

Auf dem Betrieb von Herrn Frey werden viele unterschiedliche Naturschutzleistungen erbracht. Die einzelnen Maßnahmen werden auf Teilen der Betriebsflächen umgesetzt.

  • Ackerland
  • Striegelverzicht in Leinkulturen
  • Standortbedingte Lichtäcker
  • Kleinflächige Maßnahmen für Ackerwildkräuter
  • Anbau von Kleegras
  • Anbau alter Getreidesorten (Oberkulmer Dinkel)
  • Mindestens 4 Fruchtarten in der Fruchtfolge
  • Schläge <5ha
  • Anbau von mehreren Fruchtarten als Mischkultur (Sommergerste-Erbsen)
  • Grünland
  • Grünlandnutzung nach Verbandsrichtlinien und max. 2 Schnittnutzungen plus Beweidung
  • Walzen / Schleppen nicht 10.4. bis 31.7.
  • Dauerhafter Verzicht auf Walzen und Schleppen (Steillagen)
  • Verzicht auf Düngung (trockene Hangwiesen)
  • Mind. 8 Wochen ohne Bearbeitung vor oder nach der 1. Nutzung
  • Ruhezeit 10 Wochen vor oder nach der 1. Nutzung
  • Stehenlassen von Teilflächen/ Streifen bei der Mahd
  • Kleinflächige Teilnutzung, zB Frischfuttermahd
  • Heunutzung
  • Verzicht auf Mähaufbereiter
  • Landschaftselemente
  • Obstbäume und Streuobstwiesen
  • Neuanlage von Obstwiesen mit Hochstämmen
  • Ungenutzte Offenflächen
  • Altbäume
  • Säume und Feldraine
  • Nisthilfen für Vögel
  • Nisthilfen für Großvögel (Schleiereule)
  • Offene Räume in Gebäuden für Schwalben, Schleiereulen usw.
  • Ergebnisorientierte Leistungen
  • Artenreiche Ackerflächen
  • Vorkommen gefährdeter oder besonders wertgebender Ackerwildkräuter
  • Artenreiches Grünland
  • Artenreiche Säume und Böschungen

Besonderheiten in Bezug auf Arten- und Naturschutz

Sowohl im Ackerland als auch im Grünland sind vor allem Schlagränder und trockene Hänge sehr artenreich. Nordöstlich von Dürrenmettstetten kommen mehrere wertgebende, zum Teil gefährdete Ackerwildkräuter vor (Acker-Hahnenfuß Ranunculus arvensis, Ackerröte Sherardia arvensis, Gezähntes Rapünzchen Valerianella dentata, Knollen-Platterbse Lathyrus tuberosus). Angrenzend ist eine artenreiche Wiese mit Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) ausgebildet.

Wesentliche Leistungen und Maßnahmen für die Artenvielfalt auf dem Betrieb von Herrn Frey sind:
- Anbau von lichten Kulturen (Lein) ohne Striegeln
- Anbau alter Getreidesorten (Dinkel: Oberkulmer)
- Verzicht auf Bodenpflege und Düngung auf einem Teil der Grünlandflächen (Steillagen)
- Ruhephase von mindestens 8 Wochen in der Brutzeit auf trockenen Hangwiesen
- Verzicht auf Mähaufbereiter sowie Heunutzung auf einem Teil der Flächen
- Ausgedehnte Streuobstwiesen
- Ungemähte oder nur hin und wieder gemähte Böschungen und Säume
- Eulenkasten für Schleiereule
- Artenreiches Grünland und Ackerland

Über den Betrieb

Zurzeit (2018) gehören 45 ha Ackerland und 28 ha Grünland zur Betriebsfläche. Seit 1989 erfolgt eine ökologische Bewirtschaftung. Der Betrieb hält vor allem Mastrinder und Schweine. Das Ackerland ist überwiegend lehmig auf Kalkgestein. In der 5-8gliedrigen Fruchtfolge werden Kleegras, Winterweizen, Wintergerste, Kartoffeln, Triticale, Lein, Dinkel und Erbsen angebaut. Zur Düngung wird nach der Ernte Festmist ausgebracht.
Der erste Schnitt im Grünland erfolgt ab Mai (gute Wiesen) bis Mitte Juni (trockene Wiesen in Steillage). Bei Trockenheit kann der zweite Schnitt ausfallen. Die Düngung erfolgt mit Festmist, die Steillagen werden nicht gedüngt.